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  • 1. Patienteneinführung
  • 2. Resektion der Läsion
  • 3. Probenränder
  • 4. Hämostase
  • 5. Schließung
  • 6. Langwirksames Lokalanästhetikum
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Partielle Glossektomie

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Liana Puscas, MD, MHS, C. Scott Brown, MD
Duke University Medical Center

Main Text

Table of Contents

  1. Fallübersicht
  2. Citations

Eine Beteiligung des Kiefers und der Mundhöhle durch metastasierende Erkrankungen ist sehr selten und tritt bei weniger als 1% aller oralen Malignome auf. Leider ist eine orale Metastasierung in der Regel eine Manifestation eines fortgeschrittenen Stadiums des Primärkrebses und deutet auf eine weit verbreitete Erkrankung und eine schlechte Prognose hin. 1

In diesem klinischen Fall stellte sich eine Patientin mit einer gut umschriebenen Läsion auf der Zunge vor, die das Essen störte, während sie wuchs. Trotz seines gutartigen Aussehens ergab die erste Biopsie in der Praxis eine unerwartete Diagnose einer metastasierten Läsion als Folge von Brustkrebs. In der Literatur wurden nur wenige ähnliche Fälle beschrieben. 2 Um die Symptome des Patienten zu lindern, wurde die Entscheidung getroffen, mit einer partiellen Glossektomie fortzufahren.

Vor Beginn der Resektion wurden die Dimensionen der Läsion gemessen. Die perfekt runde Läsion erwies sich als gut abgekapselt und nicht ulzeriert. Nichtsdestotrotz entschied man sich für einen Rand von 1 cm, um eine vollständige Entfernung der Läsion zu gewährleisten. Der chirurgische Eingriff umfasste eine sorgfältige Resektion unter Berücksichtigung der spezifischen Abmessungen und Konturen der Läsion. Während der Resektion wurde auf die Orientierung der Proben geachtet, um eine genaue Identifizierung und Dokumentation der verschiedenen Ränder für die weitere Analyse zu gewährleisten. Zusätzliche Randproben wurden entnommen und mittels Schnellschnittpathologie für anterior-dorsal, posterior-dorsal, links lateral-posterior, ventral-anterior und ventral-posterior auf Krebsgewebe untersucht.

Während des gesamten Eingriffs wurde großen Wert darauf gelegt, eine Hämostase durch Elektrokauterisation zu erreichen, was zu wenig Blutungen und einem klaren Operationsfeld führte.

Die Operationsstelle wurde mit Vicryl-Nähten verschlossen, da sie in einer dynamischen Struktur wie der Zunge eine bessere Zugfestigkeit bieten. Der Verschluss erfolgte mit horizontalen Matratzennähten, um mögliche Komplikationen zu minimieren. 3 Die postoperative Schmerzbehandlung wurde mit der topischen Verabreichung von Bupivacain behandelt, das eine lang wirkende Analgesie bietet. Der Patient erhielt präoperativ Dexamethason, um mögliche Schwellungen zu mildern. Die Reduktion von postoperativen Ödemen ist entscheidend für das optimale Operationsergebnis und die Genesung des Patienten.

Dieses Video zeigt die Entfernung der metastasierten Brustkrebsläsion auf der Zunge der Patientin unter Gewährleistung einer umfassenden Randbeurteilung durch Schnellschnitte. Die Wahl der Nähte und die postoperative Analgesie spiegeln einen patientenzentrierten Ansatz wider, der auf eine optimale Genesung und Symptomlinderung abzielt.

Citations

  1. Lee YH, Lee J Il. Metastasiertes Karzinom der Mundregion: eine Analyse von 21 Fällen. Med Oral Patol Oral Cir Bucal. 2017; 22(3). doi:10.4317/medoral.21566.
  2. Zegarelli DJ, Tsukada Y, Pickren JW, Greene GW. Metastasierender Tumor in der Zunge. Bericht über zwölf Fälle. Oral Surg Oral Med Oral Pathol. 1973; 35(2). doi:10.1016/0030-4220(73)90286-7.
  3. Bouchard C, Troulis MJ, Kaban LB. Pädiatrische dentoalveoläre Chirurgie. In: Peterson's Principles of Oral and Maxillofacial Surgery, vierte Auflage. 2022. doi:10.1007/978-3-030-91920-7_7.