Verfahren des lateralen Tarsalstreifens bei Ektropium des rechten unteren Augenlids
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Das Ektropium ist eine häufige Fehlstellung des Augenlids, die durch eine Verdrehung des Augenlidrandes nach außen gekennzeichnet ist, was zu einer Bindehautfreilegung, Epiphora und möglichen Hornhautschäden führt. Die häufigste Form des Ektropiums, die einen chirurgischen Eingriff erfordert, betrifft ältere Patienten durch horizontale Augenliderschlaffung. Dieser Videoartikel zeigt das Verfahren des lateralen Tarsalstreifens (LTS), bei dem die horizontale Liderschlaffung durch Neupositionierung und Verstärkung des unteren Augenlids korrigiert wird, was zu dauerhaften Ergebnissen mit minimalen postoperativen Beschwerden und niedrigen Rezidivraten führt. Das LTS-Verfahren gilt aufgrund seiner unkomplizierten Technik und seiner hervorragenden Ergebnisse als bevorzugte chirurgische Methode zur Behandlung des involutionalen Ektropiums.
Das Lidektropium führt dazu, dass sich der Lidrand nach außen dreht, so dass die innere Bindehautfläche sichtbar wird, während sich das Augenlid vom Auge weg bewegt. 1,2 Die Erkrankung betrifft hauptsächlich die unteren Augenlider und kann Beschwerden, übermäßiges Reißen (Epiphora), Bindehautentzündungen und Hornhautfreilegung verursachen. Unbehandelt kann ein Ektropium zu Komplikationen führen, die das Sehvermögen bedrohen. 3,4 Die häufigste Form bei älteren Patienten ist das involutionale Ektropium aufgrund der horizontalen Liderschlaffung und der Dehiszenz der Unterlidretraktoren. 5 Die Erkrankung ist oft bilateral, wenn auch asymmetrisch in der Darstellung.
Die Behandlung des Ektropiums reicht von konservativen Ansätzen, wie dem Befeuchten von Augentropfen und temporärem Lidtaping, bis hin zur endgültigen chirurgischen Korrektur. 6 Das Verfahren des lateralen Tarsalstreifens (LTS) gilt als eine der effektivsten chirurgischen Methoden zur Behandlung des involutionalen Ektropiums, das bei horizontaler Lidlaxität auftritt. 7,8 kg
Vor einem chirurgischen Eingriff müssen mehrere Kontraindikationen bewertet werden. Zu den absoluten Kontraindikationen gehören aktive okuläre oder periokulare Infektionen, signifikante Narbenveränderungen ohne horizontale Laxität, schweres Syndrom des trockenen Auges, unkontrollierte Koagulopathie und die Unfähigkeit, eine Lokalanästhesie zu tolerieren.
Dieses Video zeigt alle chirurgischen Schritte mit anschaulichen visuellen Beispielen dieses Verfahrens. Die Operation beginnt mit einer lateralen Kanthotomie, bei der ein horizontaler Schnitt am lateralen Canthus bis zum Orbitalrand vorgenommen wird. Die untere Crus der lateralen Canthalsehne wird dann geteilt, um das Unterlid vollständig zu mobilisieren. Als nächstes wird der laterale Rand des unteren Augenlids in vordere und hintere Lamellen zerlegt, um die Bildung eines Fußwurzelstreifens zu ermöglichen. Das Epithel am Lidrand wird entfernt und die hintere Oberfläche des Streifens wird deepithelisiert, um ihn für die Fixierung vorzubereiten.
Überflüssiges Gewebe wird exzidiert, um die entsprechende Länge zu erreichen. Eine 4-0 nicht resorbierbare, geflochtene Naht wird dann verwendet, um den Tarsalstreifen an der Periost des lateralen Orbitalrandes zu befestigen. Der laterale Canthalwinkel wird rekonstruiert, indem die oberen und unteren Augenlider miteinander vernäht werden. Der Hautverschluss wird mit einer laufenden 6-0 glatten Darmnaht vervollständigt.
Das LTS-Verfahren behebt die Erschlaffung der unteren Augenlider, indem es eine vertikal ausgerichtete neue Lidposition schafft. Der Eingriff wird in der Regel unter örtlicher Betäubung gut vertragen. Seine technische Einfachheit, die minimalen postoperativen Beschwerden und die hohe Langzeiterfolgsrate machen es zur bevorzugten chirurgischen Option für Patienten mit involutionalem Ektropium. Aufgrund seiner konsistenten Ergebnisse und seiner technischen Einfachheit bleibt das LTS-Verfahren der chirurgische Standardansatz zur Korrektur des involutionalen Ektropiums. Durch eine detaillierte visuelle Demonstration jedes chirurgischen Schritts vermittelt dieses Video den Praktikern das technische Wissen, das erforderlich ist, um das involutionelle Ektropium effektiv zu behandeln und die normale Augenlidfunktion wiederherzustellen.
Der Patient, auf den sich dieser Videoartikel bezieht, hat seine Einverständniserklärung gegeben, gefilmt zu werden, und ist sich bewusst, dass Informationen und Bilder online veröffentlicht werden.
Nichts offenzulegen.
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Cite this article
Lee J. Laterales Tarsalstreifenverfahren für das Ektropium des rechten unteren Augenlids. J Med Insight. 2025; 2025(560). doi:10.24296/jomi/560.